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Einführung in die Astrologie
Die Astrologie als Wissen von den Sternen und als Kunst der Sterndeutung befaßt sich seit Urzeiten mit den sich immer wieder ändernden Konstellationen am Sternenhimmel und setzt diese in Bezug zum persönlichen Schicksal eines Menschen. Die Astrologie steht an der Schwelle zur Anerkennung als Wissenschaft. Untersuchungen an der Universität Sorbonne haben ergeben, daß wesentliche Grundlagen und Elemente der Astrologie korrekt und statistisch gesichert sind.
Was ist ein Horoskop?Das Horoskop ist das Abbild des Sternenhimmels, insbesondere der Planeten und Tierkreiszeichen beim Augenblick der Geburt eines Menschen bezogen auf dessen Geburtsort. Am Sternenhimmel gibt es feste Punkte, die ihre Position zueinander nie ändern. Diese Punkte werden deshalb Fixsterne genannt, z.B. sind der Sirius, der Rigel, die Spica gut sichtbare (Fix-)Sterne. Jedoch ein paar 'Lichter' (also leuchtende Punkte am Sternenhimmel) ändern ihre Position ständig. Sie werden deshalb Wandelsterne genannt (z.B. Venus, Mars, Jupiter) und sind - wie wir heute wissen - ebenso Planeten wie unsere Erde. Diese Planeten zusammen mit Sonne und Mond durchlaufen den Sternenhimmel in einem begrenzten Bereich, immer in der Nähe der Sonnenbahn. Die dortigen Sternbilder - in den Mythologien der alten Völker als Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, usw. beschrieben - geben den Tierkreiszeichen, wofür der Astrologe sich interessiert, ihren Namen. Da die Sonne, der Mond und die Planeten ihre Position in den Tierkreiszeichen und damit auch zueinander täglich ändern, und sich das ganze Himmelsgewölbe in 24 Stunden einmal um seine Achse dreht, und überdies der Sternenhimmel an verschiedenen Orten verschieden aussieht, ist das Horoskop zweier Menschen nie gleich, es sei denn sie wurden am gleichen Ort und zur genau gleichen Zeit geboren. Die allgemein übliche Frage nach dem Tierkreiszeichen, in dem man geboren worden ist, erbringt demnach nur den Stand der Sonne in einem bestimmten Zeichen und spiegelt damit keinesfalls die unendliche Vielfalt eines Horoskops wieder. Durch die Auswertung und Deutung des Horoskops ist es möglich, die Anlagen eines Menschen in Bezug auf Körper, Seele und Geist umfassend zu beurteilen. Das Horoskop ist damit ein psychologisches Hilfsmittel zur Analyse von Persönlichkeit, Charakter, Fähigkeiten und beruflichen Neigungen als auch ein Instrument zur Beurteilung der körperlichen und gesundheitlichen Konstitution. Darüber hinaus ist durch das Horoskop auch eine Partnerschaftsanalyse, eine Prognose der (zukünftigen) Lebensumstände eines Menschen und eine Karma-Analyse möglich.
Das ComputerhoroskopFür ein persönliches Horoskop ist an erster Stelle eine Berechnung der Gestirnstände für die genaue Geburtszeit und den exakten Geburtsort nötig. Ohne Computer sind dafür umfangreiche Berechnungen und dicke Nachschlagewerke erforderlich. Auch professionelle Astrologen scheuen diesen Aufwand. Hier hilft der Computer, indem er vieltausendmal schneller als der Mensch die nötigen Berechnungen durchführt und sie auflistet. Auf der Grundlage der Berechnung des Horoskops erfolgen - auch beim Computer - die weiteren Schritte. Als erstes ist eine Auswertung des Horoskops nach astrologischen Regeln notwendig. Hierbei wird der 'kosmische Zustand' von Planeten, Zeichen und Häusern beurteilt. Darauf folgt die Grunddeutung, die Karma-Analyse oder die Prognose. Bei einer Partnerschaftsanalyse muß zusätzlich zu den zwei einzelnen noch das gemeinschaftliche Horoskop (Composit) zur Deutung herangezogen werden. Ebenso wie die Berechnung ist auch die Auswertung und Deutung eines Horoskops sehr zeitaufwendig und erfordert vom Astrologen eine umfangreiche Kenntnis der Bedeutungen der einzelnen Elemente eines Horoskops. In der Praxis bedeutet dies, daß ein Astrologe viele Deutungsbücher besitzen muß, damit er die jeweiligen Deutungsregeln nachschlagen kann, oder er verläßt sich auf seine Intuition. Auch hier kann der Computer viel Arbeit und Zeitaufwand abnehmen.
Auswertung eines HoroskopsBei der Deutung eines Horoskops muß der Computer ebenso wie der Astrologe Schritt um Schritt immer weitere Feinheiten der Persönlichkeit herausfinden. Die Persönlichkeit eines Menschen, sein Charakter, seine Fähigkeiten und seine körperliche Konstitution setzen sich aus vielen einzelnen Komponenten zusammen, wie z.B. Gedächtnis, logisches Denken, Intuition, Gefühlswelt, Aggressivität, Freundlichkeit, Kontaktbereitschaft, Ausdauer, Arbeitsleistung, Gesundheit seiner Organe, Anfälligkeit gegenüber Krankheiten, usw. Viele Menschen tragen 'zwei Seelen in ihrer Brust', d.h. sie sind manchmal widersprüchlich in ihrem Denken oder Verhalten. Das werden Sie natürlich auch in einer Horoskopanalyse wiederfinden. Sie brauchen deshalb nicht verwundert zu sein, wenn Teile der Computer-Horoskopdeutung einander widersprechen. Eine Person kann z.B. gleichzeitig sparsam in einer Hinsicht sein als auch großzügig in einer anderen. Ebenso haben auch die unterschiedlichsten Menschen immer noch Gemeinsamkeiten, welche sich dann auch in gleichen Aussagen im Horoskop widerspiegeln. SunWorld erstellt umfangreiche Tabellen mit einer Vielzahl von Elementen, wie sie in einem Horoskop zu finden sind. Um die astrologischen Tabellen zu verstehen, müssen wir die einzelnen Elemente eines Horoskops näher betrachten.
Astrologische BegriffeDie HoroskopfaktorenMit Horoskopfaktor bezeichnen wir alle Faktoren, die mit einer genauen Position im Tierkreisring bestimmt werden können und dann für die Aspektbildung untereinander verwendet werden. In erster Linie sind dies die Planeten unseres Sonnensystems. Hierzu zählen in der Astrologie auch die 'Lichter', also die leuchtenden Himmelskörper Sonne und Mond. Doch eine Vielzahl weiterer Horoskopfaktoren sind grundsätzlich möglich:
Die gebräuchlichsten hiervon sind die Planeten und Lichter, die Mondknoten. Lassen Sie sich nicht von der obigen Liste erschlagen! Viele der genannten Punkte werden nur in bestimmten Schulen oder für komplizierte Prognosen verwendet, viele sind gar strittig unter den Astrologen. Eine solide Horoskopdeutung beruht auf den Standardplaneten; dennoch berücksichtigt SunWorld möglichst viele weitere Punkte, um ein breites Spektrum an astrologischer Forschung zu unterstützen.
Die TierkreiszeichenDie Sonne bewegt sich im Laufe eines Jahres durch die 12 Tierkreiszeichen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische und verweilt daher in jedem Zeichen rund einen Monat. Der gesamte Tierkreis hat - wie jeder Kreis - 360 Grad, also besteht ein einzelnes Zeichen aus 30 Grad. Wenn man ein gezeichnetes Horoskop vor sich liegen hat, dann werden die Tierkreiszeichen entgegen dem Uhrzeiger durchlaufen, ebenso die jeweils 30 Grad eines Zeichens. Astrologisch gesehen genügt es nicht anzugeben, daß sich die Sonne zur Zeit der Geburt in einem bestimmten Tierkreiszeichen befindet, sondern eine genauere Angabe wie z.B. 'Löwe 24 Grad' ist nötig. Um eine Vorstellung von einem Grad zu bekommen, können wir uns vor Augen halten, daß die Vollmondscheibe ein halbes Grad durchmißt. Somit sehen wir, daß eine Gradangabe allein noch sehr ungenau ist, zumal wenn Fernrohre in die Beobachtung einbezogen werden. Deshalb wird ein Grad ebenso wie eine Stunde in 60 (Bogen-)Minuten unterteilt. Die Angabe für die Sonne könnte dann Löwe 24°15' lauten (° und ' bedeuten Grad und Minute). Für die Sonne, den Mond und die Planeten werden im Horoskop die genauen Positionen in den Tierkreiszeichen angegeben. Die Zeichen selbst werden den vier Elementen 'Feuer', 'Erde', 'Luft' und 'Wasser' zugeordnet in der Reihenfolge der Tierkreiszeichen. Somit haben wir z.B. die drei Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze, welche sich in den drei Eigenschaften 'kardinal', 'fix' und 'veränderlich' unterscheiden. Feuer- und Luftzeichen werden außerdem als aktiv, Erd- und Wasserzeichen als passiv bezeichnet.
Die HäusereinteilungWenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt den Sternenhimmel betrachtet, dann befindet sich ein Teil der Tierkreiszeichen über dem Horizont, ein anderer Teil unsichtbar unter dem Horizont, manche Zeichen sind auf der östlichen und andere auf der westlichen Himmelshälfte. Dadurch wird am Sternenhimmel das Tierkreiszeichenband (auch 'Zodiak' genannt) in vier Abschnitte, astrologisch als 'Quadranten' bekannt, geteilt: Östlich unter dem Horizont, westlich unter dem Horizont, westlich über dem Horizont und östlich über dem Horizont. Die Quadranten werden noch weiter in jeweils drei Häuser (manchmal auch Felder genannt) unterteilt. Der erste Quadrant mit Haus 1, 2 und 3 befindet sich östlich und unter dem Horizont des jeweiligen Standortes. Die Spitze (d.h. der Beginn) des ersten Hauses spielt hierbei astrologisch eine wichtige Rolle, denn es gibt das Zeichen wieder, welches am Osthorizont gerade aufsteigt. Dazu sagt man auch Aszendent. Der zweite Quadrant mit Haus 4, 5 und 6 ist auch unter dem Horizont, enthält aber die Tierkreiszeichen, welche vor kurzem (d.h. kurz vor der jeweiligen Geburtszeit) am Westhorizont untergingen. Der dritte Quadrant mit Haus 7, 8 und 9 befindet sich am Westhimmel über dem Horizont und der vierte Quadrant mit Haus 10, 11 und 12 ist ebenso über dem Horizont, aber am Osthimmel. Die Spitze des zehnten Hauses ist wiederum sehr wichtig, weil es die 'Himmelsmitte', d.h. den höchsten südlichen Punkt der Ekliptik wiedergibt, welcher auch 'MC' (Medium Coeli) genannt wird.
Die AspekteWenn man von der Erde aus zwei Planeten beobachtet, dann stehen diese im allgemeinen in verschiedener Richtung - so wie zwei Zeiger einer Uhr - und bilden einen Winkel miteinander. Astrologisch nennt man dies einen Aspekt. Es sind insbesondere die Winkel von 0, 60, 90, 120 und 180 Grad wichtig, welche Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition genannt werden. Astrologisch kann man z.B. sagen, daß Venus und Jupiter zueinander im Trigon, d.h. rund 120 Grad Winkelabstand stehen. Ein jeder Aspekt kann natürlich mit wichtigen oder weniger wichtigen Partnern erfolgen und mehr oder weniger genau sein. Dadurch ergibt sich eine individuelle Gewichtung der Aspekte eines Horoskops. Die Aspekte Trigon und Sextil werden als harmonisch betrachtet, während die Aspekte Opposition und Quadrat als disharmonisch angesehen werden. Die Wertung der Konjunktion hängt von den beteiligten Planeten ab. Über diese fünf wichtigen Aspekte hinaus gibt es noch weitere und unbedeutendere Aspekte wie Halbsextil (30 Grad Abstand), Quincunx (150 Grad Abstand), Halbquadrat (45 Grad Abstand), usw. Ein Aspekt kann auch zwischen einem Planeten und einer Häuserspitze gebildet werden, z.B. 'Mars Quadrat MC'. Eine Aspektverbindung zwischen zwei Häuserspitzen ist nicht möglich, da immer ein aktiver Partner (ein Himmelskörper oder errechneter Punkt, der sich relativ zum Tierkreis bewegt) dabeisein muß.
RückläufigAlle Planeten kreisen in der gleichen Richtung um die Sonne. Dies gilt auch für Planetoiden und Asteroiden. Von der Erde aus gesehen scheinen jedoch die meisten Planeten manchmal gegen ihre übliche Richtung im Tierkreis zu verlaufen. Die Rückläufigkeit ergibt sich technisch dann, wenn der betreffende Planet und die Erde selbst auf derselben Seite der Sonne ihre Bahn ziehen. Wenn die schnellere Erde Planeten überholt, die außerhalb von ihr und der Sonne liegen, dann laufen diese scheinbar rückwärts. Auch die 'inneren' Planeten, Merkur und Venus, werden mehrfach im Jahr aufgrund der Eigenbewegung der Erde scheinbar rückläufig. Traditionelle Astrologie hat die Rückläufigkeit als negatives Zeichen bewertet, in dem Sinne, daß der durch den rückläufigen Planeten angedeutete Charakterzug nur schwer oder negativ zum Ausdruck kommen könne. Die moderne Astrologie deutet Rückläufigkeit eher so, daß die Qualität des Planeten durch verstärkte bewußte Auseinandersetzung zugänglich gemacht werden kann.
StationärDie Eigenschaft 'stationär' ist ein besonderer Grenzfall der Eigenschaft 'rückläufig'. Ein Planet wird als stationär bezeichnet, wenn er von der Erde aus gesehen sich in seiner Position im Tierkreis so gut wie nicht bewegt - weder vorwärts noch rückwärts. Anders ausgedrückt, die stationäre Phase eines Planeten bedeutet, daß er von der Direktläufigkeit in die Rückläufigkeit übergeht bzw. umgekehrt. Natürlich ist ein Planet in Wirklichkeit nie vollkommen im Stillstand von der Erde aus gesehen. Er wird als stationär bezeichnet, solange seine relative Geschwindigkeit unter einem bestimmten geringen Prozentsatz seiner Durchschnittsgeschwindigkeit liegt. Charakterzüge, die in Verbindung mit einem stationären Planeten stehen, werden besonders gründlich, aber auch langsam oder verhalten gelebt.
Die HalbsummenBei manchen astrologischen Schulen werden nicht nur die Planetenorte und deren Aspektpunkte als wichtig betrachtet, sondern auch die sogenannten Halbsummen zwischen Planeten. Diese sind die exakten Mitten zwischen zwei Planeten auf dem Tierkreiszeichenring. Zum Beispiel sind die Halbsummen von 3°10' Löwe und 25°20' Löwe die Punkte 14°15' Löwe und 14°15' Wassermann, wobei der letztere der Gegenpunkt vom ersteren ist. Der nähere Punkt zu den zwei Planeten wird als die wichtigere Halbsumme betrachtet.
Sensitive EkliptikpunkteZu einer kompletten Auswertung eines Horoskops gehört noch eine Liste der Sensitiven Ekliptikpunkte, auch (neben den Planeten) weitere Horoskopfaktoren genannt. Damit sind Punkte des Tierkreiszeichenrings gemeint, welche sensitiv, d.h. reaktionsfähig, sind. Mit reaktionsfähig meinen wir, daß eine Charaktereigenschaft bzw. ein Ereignis im Leben des Horoskopeigners durch Aspektbildungen der sensitiven Ekliptikpunkte untereinander widerspiegelt bzw. vorausgesagt wird. Traditionell werden alle Planetenorte und deren Aspektpunkte (die Punkte am Tierkreis der von diesem Planeten ausgehenden Aspekte, ungeachtet ob dort ein anderes Horoskopfaktor steht) als reaktionsfähig betrachtet. Darüber hinaus kommen noch die Halbsummen und die Häuserspitzen dafür in Betracht.
Literaturhinweise
Sakoian, Frances / Acker, Louis S.
Schubert-Weller, Christoph
Hand, Robert
Rohr, Wulfing von
Koechlin de Bizemont, Dorothee
Hall, Judy
Schulman, Martin
Schulman, Martin
Schulman, Martin
Schulman, Martin
Schulman, Martin
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