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Tips zur Anwendung
ätherischer Essenzen


Textauszüge aus der Software "Düfte, Öle & Essenzen" - © ASTRO Verlag & Versand · Kassel
Nur zur privaten Nutzung. Alle Rechte vorbehalten. - Stand: 25.10.1996
Kein Teil dieses Textes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Verlages kommerziell vervielfältigt oder in elektronische Systeme eingespeichert werden.


Herzlich Willkommen im Reich der Düfte!

Wir entführen Sie nun in eine Welt der Sinnesfreuden und des Wohlbefindens.

Inhalt

Geruchssinn und -empfinden
Wie funktioniert das Riechen?
Wie wirken Duftstoffe?
Heilung durch Düfte und Essenzen
Künstliche Duftstoffe
Ätherisches Öl
Anwendungsmöglichkeiten
Charakterisierung
Wichtiger Hinweis
Rezepte und Beispiele
Haushaltstips
Anhand dieser Anregungen...



Geruchssinn und -empfinden

Unsere Umwelt präsentiert sich uns in einer faszinierenden Vielfalt. Die einzelnen Sinne des Menschen sind die Tore der körperlichen Wahrnehmung zu der uns umgebenden Welt. Alle Informationen, die uns helfen, uns zu orientieren, erhalten wir über Sinneswahrnehmungen.

Darunter ist der Geruchssinn einer der Sinne, der schon sehr früh in der Entwicklungsgeschichte des Menschen außerordentlich hoch entwickelt war und von jeher eine beträchtliche Rolle spielt.

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Wie funktioniert das Riechen?

Im oberen Teil unserer Nase befindet sich die Riechschleimhaut, die auf beiden Seiten nur ca. 3 cm mißt. Von hier aus gehen Geruchsinformationen durch die etwa 10 Millionen Riechsinnes-Nervenzellen direkt zum Riechkolben, einem Teil unseres Gehirns. Hier werden die Informationen an Gehirnteile weitergeleitet, die zu den entwicklungsgeschichtlich Ältesten gehören und außer dem Geruchssinn auch unsere Gefühlswelt bestimmen (lymbisches System).

Auch in anderen Teilen unseres Gehirns lösen diese Reize eine Reihe von körperlichen und seelischen Reaktionen aus. Schon ein einziges Duftmolekül wirkt über dieses komplizierte Leitsystem direkt auf den Teil unseres Gehirns, der unser Unterbewußtsein, unsere Emotionen und unsere Instinkte leitet, ohne daß unser analysierender Verstand zensierend darauf einwirken könnte.

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Wie wirken Duftstoffe?

Positive und negative Gefühle können durch Duftstoffe ausgelöst werden, längst vergessen geglaubte Empfindungen und Erlebnisse sind mit ganz bestimmten Gerüchen verknüpft. Begegnen wir dem Duft wieder, der einmal ein Erlebnis begleitet hat, tauchen ganz spontan Bilder aus unserem Unterbewußtsein auf. Der körpereigene Geruch ist stark mitverantwortlich für Sympathie und Antipathie von Menschen untereinander. Diese Reaktion findet jedoch meistens im Unterbewußtsein statt. Emotionen, wie z.B. Freude oder Angst verändern unseren Körpergeruch. Gar nicht soweit hergeholt scheint dann der Ausspruch:

"Ich kann ihn nicht riechen!"

Der Geruch wie auch der Geschmack sind für uns zuallererst Informationsträger. Durch einen Zeitraum von Millionen von Jahren wurden Tiere und Menschen konditioniert, auf Gerüche als Signale für lebenserhaltende oder bedrohende Situationen zu reagieren.

Als der Mensch noch im engen Kontakt mit der ihn umgebenden Natur lebte, mußte seine Wahrnehmung von Gerüchen stark und bewußt sein, allein schon um die für ihn lebensnotwendigen Informationen dieser "Witterung" zu entnehmen.

Bei der Beschäftigung mit den Geheimnissen der Natur, bei der Erforschung der Gesetzmäßigkeiten der inneren Natur der Dinge und der äußeren Welt, erkannten die Menschen schon sehr früh die Wirkung der Düfte. Hatten Sie damals auch nicht die Möglichkeiten, die komplizierten Vorgänge in unserem Gehirn zu erforschen, so besaßen sie doch ein ausgefeiltes System der Analyse und Methoden, Einblicke in Welten zu bekommen, die sich der modernen Forschung entziehen.

Noch Heute kann uns die Wiederentdeckung unserer Sinne und die gezielte Beschäftigung mit der seelischen Kraft von Pflanzenessenzen zu einer tieferen Erkenntnis von uns selbst und unserer Umwelt führen. Bei Tieren ist das Zusammenwirken von Gefühl, körperlicher Verfassung und Geruch heute so wie eh und je deutlich merkbar. Bestimmte Gerüche helfen den Tieren bei der Suche nach Beute und Sexualpartner oder warnen sie vor Gefahren. Ein stechender Geruch z.B. ist ein Zeichen für giftige oder unbekömmliche Substanzen.

In früherer Zeit wurden die Sekrete bestimmter Tierarten während der Brunst sehr häufig und in großen Mengen in Parfums verwendet. Dadurch sollte die Lust zur Liebe angeregt werden. Diese Mittel haben bis heute ihren legendären Ruf behalten, wovon Moschus wohl am berühmtesten ist. Dieser Duftstoff wird aus den Geschlechtsdrüsen des gleichnamigen Hirsches gewonnen. Ein Kilo echtes Moschus kostet heutzutage im Parfümhandel bis zu 500.000 DM und wird auch deshalb nur noch äußerst selten verwendet. Bei uns erhalten Sie diesen Naturstoff nicht, da das Tier dafür getötet werden muß und die Art außerdem vom Aussterben bedroht ist. Wir bieten Ihnen statt dessen andere, pflanzliche Essenzen, die genauso wie die tierischen Sekrete Sexuallockstoffe, sogenannte Pheromone, enthalten.

Die Wirksamkeit unserer Öle und Räucherstoffe beruht also auf ihrer Zusammensetzung ausgewählter, reiner Rohstoffe und der Kombination der spezifischen Wirkungen und Kräfte der Pflanzen.

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Heilung durch Düfte und Essenzen

Schon sehr früh in unserer Geschichte wußten die Menschen Düfte als Mittel zur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten und als psychische Stimulans zu nutzen. In allen Hochkulturen des Altertums entwickelten sich komplizierte Lehren um die Verwendung, Mischung und Zubereitung von Düften und Räucherwerk, Salben, Essenzen und Kräutern.

Unter Beachtung der zumeist vorgeschriebenen Rituale und den günstigsten Stellungen der Planeten am Himmel aber vor allem einer genauen Kenntnis der Kräuter wurden wirkungsvolle Präparate für alle Bereiche des menschlichen Lebens hergestellt.

Zahlreiche Rezepte wurden bis in unsere Zeit überliefert. Antike Schriften zeugen von einem tieferen Einblick der alten Weisen in die Heil- und Zauberkräfte der Pflanzen als er uns heute bewußt ist.

So wie die Weisen der alten Zeit alle Dinge miteinander in Harmonie verknüpft sahen, umfaßte ihr Wissen um die Pflanzen und ihre Zubereitung die Kenntnis von der sichtbaren und auch der unsichtbaren, der geistigen Welt. So wußten sie, daß Pflanzen eine Seele oder einen Geist, eine Essenz haben, die eine individuelle Kraft besitzt und mit uns kommunizieren kann. Besonders die Schamanen haben dieses Wissen für ihre Heilzeremonien benutzt.

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Künstliche Duftstoffe

Die Alchimisten nannten die Essenz einer Destillation den "Geist" einer Pflanze. Einen Geist oder Seele besitzen nur Stoffe, die die Natur geschaffen hat, allen künstlichen Düften oder den sogenannten naturidentischen Imitationen, die Naturstoffe nachbilden sollen, fehlt die lebendige Kraft der Pflanze und die komplexe Vielfalt ihrer Wirkstoffe.

Dem Konsumenten der modernen Parfüme unserer Zeit bleibt so diese Welt der Naturkraft der Düfte verschlossen, da von der modernen Industrie fast ausschließlich die billigeren künstlichen Ersatzstoffe der Naturdüfte sowie auch chemische, in der Natur nicht vorkommende Riechstoffe, verwendet werden.

Bei dem tonnenweisen Verbrauch der Industrie von Duftstoffen, zur Parfümierung von Konsumwaren, von Reinigungsmittel über Kosmetik bis hin zu Textilien, wäre es unmöglich, echte Öle zu verwenden, da keine Ernte der Welt diesen Verbrauch decken könnte, noch die Preise gezahlt werden könnten, die sich durch Anbau, Pflege und die aufwendige Kunst der Extraktion der Essenzen ergäben.

Die Duftschöpfungen der chemischen Industrie sind somit "seelenlos" und haben keine Lebenskraft, die über das äußerliche Geruchsbild hinausstrahlt.

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Ätherisches Öl

Ätherisches Öl ist die Seele der Pflanze, aus der es gewonnen wird. Es besitzt die gebündelte Kraft und alle Eigenschaften der Pflanze. Dazu gehören nicht nur der Duft, sondern auch die heilenden, energetischen Eigenschaften, die sich die Aromatherapie zunutze macht. Ätherische Öle sind reine "Energiebündel" und verdienen daher unsere besondere Wertschätzung.

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Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?

Hier nur eine kurze Auswahl, aber Sie werden sicherlich bald erkennen, daß es vielfältige Möglichkeiten gibt, den Duft und die Wirkung der ätherischen Öle zu genießen.

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Charakterisierung und Einsatzmöglichkeiten

Lassen Sie sich nun in die Magie der Düfte einweihen!

Teebaum

Melaleuca alternifolia - Australien
"Melaleuca alternifolia" gehört zur Gattung der Myrtengewächse und ist in den Sümpfen der australischen Ostküste beheimatet. Die Pflanze ist besonders widerstandsfähig und krankheitsresistent, so daß sie selbst im feuchtheißen Klima Australiens nicht von Pilzen befallen wird. Sie hat jedoch rein garnichts mit Schwarzteeplantagen zu tun! Der Name "Teebaum" entstand, als die Crew vom englischen Seefahrer James Cook zur Erfrischung behelfsweise einen Aufguß aus den Blättern der Pflanze braute.
Die Heilkraft ist bei den australischen Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten bekannt. Gegen ihre, speziell in den Feuchtgebieten häufig auftretenden Hautprobleme, verwenden die Aboriginees Umschläge aus Teebaumblättern. Das ätherische Öl wird durch schonende Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen, welche alle 15-18 Monate abgeerntet werden und dann sofort wieder nachwachsen.
Teebaumöl ist besonders gut zur Reinigung und Pflege problematischer, irritierter und unreiner Haut geeignet. Werden einige Tropfen reiner Essenz mehrmals täglich, z.B. mit einem Wattestäbchen auf die betreffenden Stellen aufgetragen, verschwinden Pickel und Mitesser, Juckreiz und Irritationen werden gelindert. Mit Jojobaöl o.ä. gemischt, kann Teebaumöl auch bei Überempfindlichkeit angewendet werden.
Der Duft ist recht stark, würzig und frisch. In der Aromatherapie wird vor allem die antiseptische Wirkung genutzt, zum Beispiel zur Pilzbekämpfung.

Bei uns zu haben!!! (Schnäppchen-Markt: Teebaum-Öl)

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Tips zur Anwendung

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Wichtiger Hinweis:

Die Anwendung von ätherischen Ölen ist kein Ersatz für eine qualifizierte medizinische Behandlung.
Bei anhaltenden gesundheitlichen Problemen ist ärztlicher Rat einzuholen.

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Rezepte und Anwendungsbeispiele

Naturreine ätherische Öle - wie Sie sie bei uns erhalten - bieten aufgrund ihrer desinfizierenden Wirkung und ihrem angenehm frischen Duft sehr vielseitige Einsatzmöglichkeiten. An dieser Stelle wollen wir Ihnen nur ein paar kleine Anwendungsbeispiele zeigen:

Verdunstung in der Aromalampe

Mit Hilfe der Duft- oder Aromalampe verdunsten die Essenzen in die Raumluft und entfalten zusätzlich zur aromatisierenden Wirkung ihre heilenden Eigenschaften. Ganz nebenbei und ohne sich, wie bei Bädern oder Massagen, intensiv einer Anwendung widmen zu müssen, machen Sie sich die Heilkräfte der Natur zunutze. Im Büro und während der Hausarbeit können Sie sich auffrischen, vitalisieren und effektiv gegen Kopfschmerzen, Erkältungsbeschwerden, allgemeine Niedergeschlagenheit u.v.m. vorgehen.

Küchendünste und Nikotingestank werden schnell, aber im Gegensatz zu teuren Raumsprays und anderen chemischen Keulen umweltschonend, aufgelöst.

Insektenvertreibende Öle entfalten in der Aromalampe die intensivste Wirkung. Wer aber fernab jeglicher aromatherapeutischer Zwecke einfach nur durch stimmungsvolle Düfte eine angenehme Athmosphäre schaffen möchte, wird ebenfalls von den Vorzügen der Aromalampe begeistert sein.

Grundrezept:
Die Schale der Aromalampe wird etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Geben Sie ca. 6-10 Tropfen ätherische Öle darauf (bei größeren Räumen höher dosieren). Ein handelsübliches Teelicht kann bis zu vier Stunden lang die Essenzen verdunsten lassen. Zwei Anwendungen pro Tag sind ausreichend.

Zur Beruhigung
4 Tropfen Zypresse,
2 Tropfen Zedernholz,
2 Tropfen Sandelholz.

Bei Erkältung
3 Tropfen Eukalyptus,
2 Tropfen Rosmarin,
2 Tropfen Neroli,
1 Tropfen Pfefferminz.

Küchendünste überdeckend
6 Tropfen Orange,
2 Tropfen Lemongras.

Bei Nervosität
3 Tropfen Orange,
3 Tropfen Zitrone,
1 Tropfen Jasmin.

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Haushaltstips

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Anhand dieser Anregungen...

... werden Sie sehr schnell selber immer neue, aufregende Kreationen entwickeln. Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen und senden uns Ihre gelungensten Rezepte. Wir würden uns sehr darüber freuen!

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